Berichterstattung 17. Spieltag – Saison 2025-2026
1. Bundesliga, Frauen
SKC Victoria Bamberg – SSV Warmensteinach
6:2 (3592:3473)
Der SSV Warmensteinach zog sich in der Partie beim frischgebackenen Champions League Sieger SKC Victoria Bamberg trotz der klaren 2:6 (3473:3592) Niederlage ordentlich aus der Affäre. Die für beide Teams sportlich nicht mehr relevante Begegnung wurde in zwei Durchgängen über sechs Bahnen gespielt. Dabei setzte Mannschaftsführerin Katja Schmidt auch Ergänzungsspielerinnen ein, um ihnen Erfahrung auf diesem Niveau zu ermöglichen. Bereits zur Halbzeit war beim Stand von 2:1 Mannschaftspunkten und 97 Kegel Vorsprung für Bamberg eine Vorentscheidung gefallen. In der zweiten Hälfte ließ der SSV mit guten Ergebnissen nur noch den Verlust von weiteren 22 Kegel zu. Katrin Möhrlein kam in den ersten beiden Sätzen nicht recht ins Spiel (256) und wurde nach 60 Wurf durch Verena Liers ersetzt, die ihre Sache mit 300 Kegeln sehr gut machte. Mit zusammen 556 Holz waren sie aber gegen die Tagesbeste Luisa Ebert (635, 244 abgeräumt, fehlerfrei) chancenlos und blieben ohne Satzgewinn. Katja Schmidt (612, 239 abgeräumt) dagegen nutzte die Schwächen ihrer Gegnerin Cornelia Hofmann (546) zum 3:1 Satzsieg und holte den ersten Mannschaftspunkt für ihr Team. Als dritte im Bunde kämpfte Celine Kummer (544) gegen die starke Celine Zenker (628, 231 abgeräumt, fehlerfrei) auf verlorenem Posten, sicherte sich aber wenigstens den letzten Satz. Danach gelang der guten Saskia Gubitz (612, 207 abgeräumt) der zweite Mannschaftspunkt für den SSV, als sie Corinna Kastner (568) glatt mit 4:0 Sätzen abräumte. Daneben führte Saskia Demel (576) schon mit 2:0 Sätzen gegen Alena Bimber, doch die eingewechselte Alina Dollheimer konterte vor allem im letzten Satz gnadenlos (176) und zog mit insgesamt 585 Kegel noch um neun Holz an Demel vorbei. Nina Müller hatte als Dritte im zweiten Durchgang einen schweren Stand, denn trotz ansprechender 573 Kegel (205 abgeräumt, fehlerfrei) gelang gegen die starke Romy Joppert (630, 236 abgeräumt) nur ein Satzgewinn.
2. Bundesliga Mitte, Frauen
SKC 67 Eggolsheim – Schützengilde Bayreuth
2:6 (3264:3333)
Im letzten Auswärtsspiel der Saison konnten sich die Zweitligakeglerinnen der Schützengilde mit 6:2 (3333:3264) beim SKC 67 Eggolsheim für die 2:6 Vorrundenniederlage revanchieren und stoßen dadurch den SKC noch tiefer in den Abstiegsstrudel. Die Begegnung war bis zu den Schlusspaarungen völlig offen, aber dann schlugen die Bayreutherinnen zu. Der letztlich verdiente Sieg begründet sich sicher auch aus den großen Vorteilen im Abräumen (1141:1019, 22:32 Fehler), wobei die Satzgewinne überraschend 12:12 unentschieden endeten. Die Gäste starteten vielversprechend, da Stefanie Landmann (570, 218 abgeräumt, fehlerfrei) eine blitzsaubere Leistung ablieferte und Melanie Schwarzmann (539) mit 31 Kegeln auf Distanz hielt. Mitstreiterin Christina Schmidt (517) konnte auf diesem Niveau leider nicht mitspielen und unterlag der besten Eggolsheimerin Dana Kleinhenz (577, fehlerfrei) glatt mit 0:4 Sätzen. Dem 1:1 nach Mannschaftspunkten aus dem Startpaar folgte auch im Mittelfeld eine Punkteteilung, allerdings wandelte die Schützengilde den Rückstand von 29 Holz in eine winzige Führung von einem Kegel. Leonie Richter (545) bezwang Elke Voran (484) mit 3:1 Sätzen und holte wichtige 61 Holz. Auf den Nachbarbahnen hatte aber Verena Lehner (540) trotz Satzausgleich gegen Anna Mürschberger (571) mit 31 Kegeln das Nachsehen. Danach rissen die Schlussspielerinnen der Schützen das Spiel an sich und ließen keinen Zweifel mehr über den Sieger aufkommen. Die starke Shania Rießner (575, 206 abgeräumt) gewann mit 3:1 Sätzen gegen Andrea Berger und ab dem 81. Wurf Corina Bese (zusammen 532) und die Tagesbeste Lena Wilferth (586, 219 abgeräumt) ließ in einem guten Duell Marie-Sophie Will (561) mit 25 Kegeln hinter sich.
Landesliga Ost, Frauen
GH Fensterbach 1 – Eremitenhof Bayreuth 1
3:5 (2932:2934)
Mit dem Glück des Tüchtigen gelang Eremitenhof Bayreuth bei GH Fensterbach der fünfte Auswärtssieg. Für den 5:3 (2934:2932) Erflog gaben ganze zwei Kegel im Gesamtergebnis den Ausschlag zugunsten der Bayreutherinnen, die damit ihren zweiten Platz (25:5 Punkte) der Landesliga Ost bestätigten. Einen guten Start erwischte Theresa Friedl (517), die mit 3:1 Sätzen gegen Karina Schwaiger (476) gewann. Aber auf den Nachbarbahnen unterlag Christine Böhm (421) glatt mit 0:4 Sätzen gegen Julia Brand (488), was die Gäste bei 1:1 Mannschaftspunkten mit 26 Kegeln in Rückstand brachte. Im Mittelfeld dominierte aber Eremitenhof und ging mit 3:1 Mannschaftspunkten und 60 Kegel in Führung. Dabei blieb Marie Endres (484) mit 3:1 Sätzen gegen Melanie Graf (446) ebenso siegreich, wie die beste Bayreutherin Erika Vecseri (535) gegen Anna Schwaiger (487). Jetzt musste das Schlusspaar lediglich den Gesamtvorsprung verteidigen, aber die scheinbar beruhigende Führung geriet vor allem im dritten Satz in Gefahr, als hier allein 52 Kegel verloren wurden. Elisabeth Händel (510) blieb nur im ersten Satz erfolgreich (137:127) und verlor an Marion Ram (536) 26 Kegel. Sophia Künneth (467) geriet schnell mit 0:3 Sätzen in Rückstand und hatte Glück, dass sie ihrer Gegnerin Christine Schleicher (499) wenigstens den letzten Durchgang mit 123:114 Kegel abnehmen konnte, was zum knappen Erfolg reichte.
Landesliga Ost, Frauen
Steig Bindlach 1 – SC Luhe-Wildenau 1
2:6 (2934:3078)
Trotz der deutlichen 2:6 (2934:3078) Niederlage gegen den souveränen Tabellenführer, vorzeitigen Meister und Bayernligaaufsteiger SC Luhe-Wildenau 1, bleiben die Bindlacherinnen mit 15:13 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz in der Landesliga Ost. Das Spiel verlief von Anfang an in Richtung Gäste. Ohne Mannschaftspunkte im Startpaar gelang Bindlach im Mittelfeld und in den Schlusspaarungen jeweils nur ein Punkt. Dazu wuchs der Rückstand im Gesamtergebnis zu schnell in nicht mehr einholbare Höhen an. Zu Beginn mussten sich schon Ellen Grafberger und ab dem 60. Wurf Jasmin Tasca (zusammen 488) klar mit 0:4 Sätzen Jana Wehner (527) geschlagen geben, und Inga Raps (479) kam auch nicht über den Gewinn eines einzigen Satzes gegen Christina Sutter (520) hinaus. Der Fehlstart mit 0:2/-80 war perfekt. Im Mittelfeld hatte auch Carina Tietzsch (524) mit 32 Kegel gegen Sarah Koller (556) das Nachsehen, ehe Nicole Böhner (481) mit 3:1 gegen Alina Herlt (467) für das erste Steiger Erfolgserlebnis sorgte. Zum Schluss blieb Susanne Helger schon bei 438 Holz hängen und unterlag Jenny-Marie Ilg und ab dem 40. Wurf Lea Wirnitzer (zusammen 506) ohne Satzgewinn. Auf den anderen Bahnen sorgte Bettina Stahlmann (524) mit einem 4:0 über Karin Woldert (502) noch für etwas Ergebniskosmetik.
Landesliga Nord, Frauen
SKC Adler Eichenhüll 1 – 1. SKK Gut Holz Zeil 1
3:5 (3298:3368)
Im letzten Heimspiel verloren die Eichenhüllerinnen ihre bisher makellose Heimbilanz und mussten sich in einer hochklassigen Partie dem 1. SKK Gut Holz Zeil mit 3:5 (3298:3368) geschlagen geben. Dabei zeigte der souveränen Meister (33:1 Punkte!) und Bayernligaaufsteiger aus Unterfranken seine Ausnahmestellung in der Landesliga Nord und erzielte mit 3368 Kegeln einen neuen Bahnrekord. Trotz der Niederlage feierten die Gastgeberinnen als Aufsteiger ihren bemerkenswerten, sicheren dritten Tabellenplatz. Zu Beginn setzte sich Kathrin Hübner (579, 205 abgeräumt) mit der besten Heimleistung klar mit 4:0 gegen Susi Kleinhenz und ab dem 60. Wurf Petra Rüger (zusammen 528) durch. Aber auf den anderen Bahnen hatte Anne-Kathrin Helldorfer (522) gegen die Tagesbeste Janina Kleinhenz (599, 204 abgeräumt) keine Chance und blieb ohne Satzgewinn. Mit 1:1 Mannschaftspunkten und lediglich 26 Kegeln Rückstand ging es in die Mittelpaarungen, doch hier hatten die Gäste die wohl vorentscheidenden Vorteile. Die gute Selina Schmitt (568) musste sich knapp um acht Kegel Katharina Häfner (576) beugen und Sandra Schmidt sowie ab dem 55. Wurf Ingrid Freitag (zusammen 524) verloren glatt mit 0:4 Sätzen gegen Melanie Kleinhenz (582, 206 abgeräumt). Jetzt sprach beim Stand von 1:3 Mannschaftspunkten und 92 Kegel Rückstand nicht mehr viel für einen Eichenhüller Erfolg. Zwar kämpften zum Schluss Silke Hübner (559) und Pia Göhl (546) ihre Gegnerinnen Kathrin Räth (538) und Michelle Kleinhenz (545) mit jeweils 3:1 Sätzen nieder, aber an das entscheidende Gesamtergebnis kamen sie nicht mehr heran.
Bayernliga Nord, Herren
Bavaria Karlstadt 1 – SKC Adler Eichenhüll 1
5:3 (3348:3296)
Nach einer unnötigen 3:5 (3296:3348) Niederlage bei Bavaria Karlstadt haben die Eichenhüller in der Bayernliga keine Chance mehr auf den rettenden 7. Tabellenplatz. Jetzt gilt es am letzten Spieltag im Heimspiel gegen den SKC Victoria Bamberg 2 den achten Platz zu verteidigen und dann zu hoffen, dass Meister KC Oberaltertheim die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga gewinnt, da durch den wahrscheinlichen Abstieg des TSV Breitengüßbach aus der 1. Liga der TSV Großbardorf in die Bayernliga müsste und somit den dritten Absteiger verursachen würde. Die Partie in Karlstadt begann unglücklich für die Adler, denn Elmar Löhrlein fand keine Einstellung zu den Bahnen und wurde nach 60 Wurf durch Daniel Gahn (zusammen 492) ersetzt. Diesen Umstand nutzte Michael Burkard (593, 201 abgeräumt, fehlerfrei) eiskalt mit einem 4:0 Satzsieg und 101 Kegeln aus. Auf den anderen Bahnen sicherte Markus Hübner (547) gegen Philipp Reinhardt (537) den wichtigen Mannschaftspunkt mit 3:1 Sätzen, aber der Rückstand betrug schon beachtliche 91 Holz. Im Mittelfeld machten die Eichenhüller Boden gut. Der starke Bastian Landmann (588, 216 abgeräumt, fehlerfrei) hatte gegen Alexander Schmitt (530) keine Probleme und gab nur einen Satz ab. Mitstreiter Leon Rennert (539) verpasste im letzten Satz (127:122) einen 0:2 Satzrückstand noch zu drehen und unterlag Kurt Burkart (549) lediglich um 10 Kegel. Der zeite Zwischenstand von 2:2 Mannschaftspunkten und nur noch 43 Kegel Rückstand nährte wieder etwas Hoffnung bei den Gästen. In den Schlusspaarungen schien sich tatsächlich noch die Wende zugunsten der Adler anzubahnen, als Niko Gunzelmann den ersten Satz unentschieden spielte (147:147) und Dominik Teufel klar mit 153:112 gewann. Jetzt waren es nur noch zwei Holz Rückstand. Aber die Karlstadter wussten zu kontern, indem sich Marcel Markert mit zwei starken Sätzen (162 und 165) den Mannschaftspunkt gegen Gunzelmann (555) sicherte und mit der Tagesbestleistung von 610 (217 abgeräumt) die entscheidenden 55 Kegel holte. Teufel (575, 205 abgeräumt, fehlerfrei) gewann zwar sein Duell gegen Matthias Schramm und ab dem 33. Wurf Manuel Biener (zusammen 529), aber es reichte nur zum dritten Mannschaftspunkt, da der Rückstand im Gesamtergebnis zu groß war.
Landesliga Nord, Herren
SKC Steig Bindlach 1 – RSC Concordia Oberhaid 1
7:1 (3351:3288)
Die Steiger sicherten sich mit einem klaren 7:1 (3351:3288) Erfolg gegen den RSC Concordia Oberhaid den endgültigen Klassenerhalt in der Landesliga Nord. Mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung kamen die Gastgeber schnell auf die Siegerstraße und hatten neben dem Spiel in die Vollen (2195:2188) vor allem im Abräumen (1156:1100) klare Vorteile. Spannend ging es gleich zu Beginn zwischen Joachim Fischer (554) und Sebastian Helbig (544) zu. Zwar musste Fischer den Satzausgleich hinnehmen, blieb aber mit 10 Kegeln vorne und holte den ersten Mannschaftspunkt. Gleiches gelang auch Achim Jahreis (568, fehlerfrei), der nach 2:2 Sätzen gegen Andre Roos und ab dem 68. Wurf Dominik Spath (zusammen 531) mit 37 Kegeln den Punkt gewann. Mit einem 2:0 und 47 Holz Vorsprung ging es in die Mittelpaarungen. Hier drehte Jonas Dregelies (568, 204 abgeräumt) nach einem 0:2 Satzrückstand gegen Markus Görtler (542) noch mit 26 Kegeln das Duell und sicherte den dritten Punkt für Steig. Auf den Nachbarbahnen unterlag Fabian Dregelies (543) mit 1:3 Sätzen gegen Lukas Then (550), aber die Führung mit 3:1 Mannschaftspunkten und 66 Kegel war noch komfortabel. Im Schlusspaar erwischte Mathias Deinlein einen schlechten Start (108) und wurde nach 30 Wurf durch Markus-Oliver Werner (zusammen 538) ersetzt, der mit dem Gewinn seiner drei Sätze aber noch den vierten Mannschaftspunkt gegen Stefan Eichhorn (550) sicherte. Im Duell der beiden Teambesten hatte Lokalmatador Klaus Dippmar (580, 203 abgeräumt, fehlerfrei) mit neun Kegeln einen knappen Vorsprung vor Thomas Müller (571).
Landesliga Nord, Herren
TSV Breitengüßbach 2 – Schützengilde Bayreuth 1
5:3 (3462:3315)
Die Schützengilde verliert beim abstiegsbedrohten TSV Breitengüßbach mit 3:5 (3315:3462) und rutscht auf den dritten Platz der Landesliga Nord ab. Drei gute Ergebnisse reichten nur zu drei Mannschaftspunkten, was die ausgeglichener besetzten Gastgeber mit einem deutlich besseren Gesamtergebnis zum Erfolg nutzten. Vielversprechend startete Christian Faßold (590, 217 abgeräumt, fehlerfrei), der Alexander Scharting (575, 207 abgeräumt) mit 15 Kegeln auf Distanz hielt. Aber auf den anderen Bahnen kam Lars Bocklisch nicht über 495 Kegel hinaus und blieb gegen Daniel Schneiderbanger (594, 210 abgeräumt) chancenlos. Mit 1:1 Mannschaftspunkten und satten 84 Holz Rückstand ging es in die Mittelpaarungen. Und da gerieten die Schützen vorentscheidend ins Hintertreffen. Aaron Giptner (519) blieb gegen Markus Scheel (596, 211 abgeräumt, fehlerfrei) ohne Satzgewinn und Thomas Wolfrum (545) musste Tobias Stark (577) mit 1,5:2,5 Sätzen ziehen lassen. Beim Stand von 1:3 und minus 193 Kegel hatten die Bayreuther Schlussleute keine Möglichkeiten mehr auf eine Wende des Spieles. Trotzdem erkämpften sich beide ihren Mannschaftspunkt und verkürzten das Ergebnis auf 3:5. Marc-Andreas Kolb (571) hatte Michael Seuss (559) mit 3:1 Sätzen sicher im Griff und der beste Gästespieler Fabian Pape (595, 221 abgeräumt) ließ gegen Marcel Förster (561, 216 abgeräumt) auch nur einen Satzverlust zu.
Berichte: Josef Teufel (Pressewart)