Berichterstattung 15. Spieltag – Saison 2025-2026
1. Bundesliga, Frauen
ESV Lok Elsterwerda – SSV Warmensteinach
2:6 (3260:3373)
Ganz unbegründet waren die Bedenken von Mannschaftsführerin Katja Schmidt nicht, aber letztlich konnte der SSV Warmensteinach das Gastspiel beim bisher punktlosen und bereits feststehenden Bundesligaabsteiger ESV Lok Elsterwerda klar mit 6:2 (3260:3373) für sich entscheiden. Auffällig waren dabei die deutlichen Vorteile im Abräumen (1178:1059) und den Satzpunkten (15:9). Mit dem fünften Auswärtserfolg der Saison behauptet der SSV seinen vierten Tabellenplatz mit drei Punkten Vorsprung vor dem FSV Erlangen-Bruck. Im Startpaar gab es eine Punkteteilung. Während Katja Schmitt (583, 209 abgeräumt) mit einem starken 4. Satz (161:132) gegen Silvia Harnisch (562) noch deutlich mit 21 Holz erfolgreich war, verpasste Verena Liers (555) im letzten Durchgang den möglichen Punktgewinn gegen Lina-Marie Lehmann (563). Irgendwelche Folgen hatte dieser Verlust nicht, denn das Mittelfeld zog das Spiel immer deutlicher auf die Seite des SSV. Die Tagesbeste Saskia Gubitz (592, 206 abgeräumt) setzte sich ebenso klar mit 3:1 gegen Shiva Klein (569) durch wie Nina Müller (540), die Vivian Dauer und ab dem 60. Wurf Monique Schuppan (zusammen 502) besiegte. Mit einem 3:1 nach Mannschaftspunkten und 74 Kegel Vorsprung sprach alles für Warmensteinach. In den Schlusspaarungen sorgte dann Saskia Demel (569, 203 abgeräumt) für die endgültige Entscheidung, als sie Susanne Eckardt und ab dem 30. Wurf Aileen von Reppert (zusammen 529) mit 3:1 Sätzen bezwang. Der knappe Punktverlust um einen einzigen Kegel durch Melanie Steinle und ab dem 71. Wurf Celine Kummer (zusammen 534) gegen Véronique Lanzke (535) bedeutete lediglich etwas Ergebniskosmetik für die Brandenburgerinnen.
2. Bundesliga Mitte, Frauen
ESV Pirmasens – Schützengilde Bayreuth
5:3 (3322:3308)
Das war knapp. Bis zum Schluss wehrten sich die Zweitligakeglerinnen der Schützengilde gegen die erste Niederlage des Jahres, aber letztlich musste man sich um ganze 14 Kegel mit 3:5 (3322:3308) beim ESV Pirmasens geschlagen geben. Müßig zu fragen, wie die Begegnung ausgegangen wäre, hätte man nicht auf die beiden verletzten Stammspielerinnen Anne-Cathrin Haberstumpf und Saskia Koch verzichten müssen. Trotzdem dürfte der Klassenerhalt gesichert sein, denn bei fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze und nur noch drei ausstehenden Spielen kann nichts mehr passieren, da alle vier Abstiegskandidaten ESV Pirmasens, TSV SCHOTT Mainz, KSC 73 Mörfelden und SKC 67 Eggolsheim sich noch in drei Begegnungen gegenüberstehen. Im Spiel über sechs Bahnen gerieten die Bayreutherinnen zunächst mit 1:2 Mannschaftspunkten, aber nur sechs Kegel ins Hintertreffen. Ärgerlich, dass sich Verena Lehner (556) im letzten Satz noch den Mannschaftspunkt von Luisa-Marie Neu (559) um drei Kegel abluchsen ließ. Deutlicher fiel da schon die 1:3 Satzniederlage von Sophie Pape (542) gegen die gute Alisa Bimber (588, 215 abgeräumt) aus. Den ersten Bayreuther Mannschaftspunkt sicherte sich aber Christina Schmidt (553) mit einem 3:1 Satzerfolg gegen Almut Neu (510). Mit 1:2 und lediglich sechs Kegel Rückstand ging es in den zweiten Spielabschnitt. Und da sah es lange sehr gut für die Schützengilde aus. Shania Rießner (555) hatte mit 13 Kegel die Nase gegen Melanie Wetzel (542) vorne und Leonie Richter (542) gelang ein 3:1 Satzsieg gegen Ann-Katrin Schütze (530). Da auch Lena Wilfert mit 2:0/+4 in Führung lag, sah alles nach einem Auswärtssieg aus. Da spielte allerdings die Pirmasenser Tagesbeste Marie-Luise Schmitt (593, 226 abgeräumt) nicht mit, holte sich gegen Wilfert (560) in einem fulminanten Endspurt die Sätze drei und vier, den dritten Mannschaftspunkt und das um 14 Kegel bessere Gesamtergebnis.
Landesliga Ost, Frauen
Steig Bindlach 1 – Eremitenhof Bayreuth 1
4:4 (3150:3121)
Im Kreisderby in der Landesliga Ost zwischen dem SKC Steig Bindlach und Eremitenhof Bayreuth gab es beim 4:4 (3150:3121) keinen Sieger und daraus resultierend keine neuen Platzierungen in der Tabelle. Eremitenhof bleibt sicherer Zweiter (23:5) und Bindlach mit einem Spiel weniger Vierter (14:12), einen Punkt vor TV Eibach 03 2. Etwas mysteriös erscheint die Analyse der Satzpunkte, denn da waren die Bindlacherinnen mit 14,5:9,5 klar im Vorteil, konnten aber nur zwei Einzelduelle gewinnen, die aber wiederum für das bessere Gesamtergebnis reichten. Im Startpaar hatte zunächst Ellen Grafberger (517) mit acht Kegel das Nachsehen gegen Sandra Schlipf (525). Da aber Inga Raps (530) postwenden mit einem glatten 4:0 gegen Sophia Künneth (490) konterte, waren die Steiger beim 1:1 mit 32 Holz im Vorteil. Das Mittelfeld gehörte im Anschluss Eremitenhof. Elisabeth Händel (528) behielt mit 2,5:1,5 gegen Carina Tietzsch (522) die Nerven und die Tagesbeste Erika Vecseri (557) hatte 16 Holz mehr zu bieten als Katharina Schuhmann-Franke (541). Trotz des 1:3 Rückstandes lag Steig im Gesamtergebnis noch 10 Kegel vorne. In den Schlusspaarungen schien alles auf einen Auswärtserfolg von Eremitenhof hinauszulaufen. Daniela Rieß (535) gewann für die Gäste mit 22 Kegel das vierte Einzelduell gegen Daniela Petzold (513) und Theresa Friedl (486) hielt lange gegen Bettina Stahlmann (527) mit, ehe sie mit einem schwachen 4. Satz doch noch die entscheidenden Kegel für das bessere Gesamtergebnis abgab.
Landesliga Nord, Frauen
SKC Adler Eichenhüll 1 – SpG Bischberg/Eintracht 1
5:3 (3233:3151)
Die Eichenhüllerinnen verteidigten ihre makellose Heimbilanz in der Landesliga mit einem ungefährdeten 5:3 (3233:3151) Erfolg auch gegen die SpG Bischberg/Eintracht, festigten ihren dritten Tabellenplatz und bauten nach der Heimniederlage des Vierten TSV Lahm den Vorsprung auf fünf Punkte aus. Im Startpaar musste sich zwar Ingrid Freitag (522) mit 1:3 gegen Paula Groh (539) geschlagen geben, aber die überragende Tagesbeste Anne-Kathrin Helldorfer (599, 208 abgeräumt) machte das mit einem glatten 4:0 gegen Silke Kirchberger (516) wieder mehr als wett. Doch der Vorsprung von 66 Kegeln bei 1:1 Mannschaftspunkte sollte sich schon nach den Mittelpaarungen vorentscheidend für Eichenhüll vergrößern, als beide Mannschaftspunkte und 101 Holz hinzugewonnen wurden. Eine starke Vorstellung lieferte dabei Selina Schmitt (556) ab, die Laura Ramer und ab dem 60. Wurf Martina Lotter (zusammen 486) mit 4:0 Sätzen deutlich in die Schranken wies. Auf den anderen Bahnen hatte die kaum schwächere Sandra Schmitt (554) mit 3:1gegen Andrea Loch (523) ebenfalls alles im Griff. Mit einer 3:1/+167 Führung war die Begegnung für die Gastgeber gelaufen. Die beiden Punktverluste von Silke Hübner (481) gegen Hannah Denzler (536) und Pia Göhl (521) gegen Larissa Schneider (551), die mit 1:3 bzw. 0:4 Sätzen unterlagen, gefährdeten den Heimsieg nicht mehr.
Bayernliga Nord, Herren
Viktoria Fürth 1 – SKC Adler Eichenhüll 1
5:3 (3577:3525)
Und wieder wurde eine starke Auswärtsleistung der Eichenhüller nicht belohnt. Im Bayernligaduell bei Viktoria Fürth unterlagen die Adler trotz guter 3525 Kegel mit 3:5, da die Gastgeber mit ihrer Saisonbestleistung von 3577 Kegel aufwarteten. Bemerkenswert dabei ist, dass die Gäste nach Satzpunkten mit 14:10 klar die Nase vorne hatten, und trotzdem reichte es nicht zum möglichen Unentschieden, was man unglücklich selber aus der Hand gab. Im Startpaar bauten die Eichenhüller wieder auf Markus Hübner (601), der sich in einem hochklassigen und engen Fight mit einem starken letzten Durchgang (163:153) 3:1 nach Sätzen gegen Mario Nagengast (601, 220 abgeräumt) durchsetzen konnte. Ein völlig anderes Bild aber auf den Nachbarbahnen. Hier konnte zwar Lukas Roßmerkel (529) seinen ersten Satz gewinnen (143:141), aber sein Gegner Axel Schrödter (618, 229 abgeräumt) schlug danach gnadenlos zurück, holte sich mit 3:1 den Mannschaftspunkt und 89 Kegel dazu. Keine leichte Aufgabe für die Mittelpaarungen der Adler. Doch zunächst schien es so, als ob die Oberfranken die Führung übernehmen könnten. Beide lagen schon mit 2:0 Sätzen vorne und eine 3:1 Führung nach Mannschaftspunkten lag in der Luft. Der starke Bastian Landmann (613, 221 abgeräumt, fehlerfrei) holte sich auch den 3. Satz gegen Nino Fröbisch (589, 219 abgeräumt) und gewann seinen Mannschaftspunkt mit 3:1. Niko Gunzelmann (575) aber reichte seine satte 2:0/+31 Führung nicht zum Punktgewinn, da er seinen Gegner Jay Wichert (577, 201 abgeräumt) auf den letzten Kugeln noch um ärgerliche zwei Holz vorbeiziehen ließ. Der so wichtige dritte Mannschaftspunkt war weg, der große Hoffnungen auf ein Unentschieden oder sogar einen Sieg offengehalten hätte. In den Schlusspaarungen starteten Dominik Teufel (597, 222 abgeräumt) mit 2:0/+16 und Leon Rennert 1:1/+12 verheißungsvoll und verkürzten den Rückstand im Gesamtergebnis auf 39 Kegel. Plötzlich schien wieder alles drin zu sein. Doch während Rennert auch noch seine beiden letzten Sätze gewann und auf insgesamt überzeugende 610 (229 abgeräumt) kam, konnte Teufel das hohe Niveau nicht halten, verlor vor allem in die Vollen (375:408) und musste mit 2:2/-23 den Mannschaftspunkt an Alexander Dietl (620, 212 abgeräumt) abgeben, was die vermeidbare Niederlage besiegelte.
Landesliga Nord, Herren
SKC Steig Bindlach 1 – SpG Bad Neustadt Saale 1
6:2 (3308:3255)
Das war ein wichtiger Heimerfolg der Steiger in der Landesliga. Durch den 6:2 (3308:3255) Sieg gegen die SpG Bad Neustadt hielt man den Vorsprung von vier Punkten auf die Abstiegszone und glich das Punktekonto (15:15) aus. Bis zu den Schlusspaarungen stand das Spiel auf des Messers Schneide, doch die Bindlacher Schlussleute holten beide Punkte und 55 Kegel zum besseren Gesamtergebnis. Am Start bot Joachim Fischer (562, 212 abgeräumt) eine überzeugende Vorstellung und ließ Sascha Kugler (525) mit 3:1 Sätzen hinter sich. Aber auf den Nachbarbahnen biss sich Achim Jahreis (552) mit 0,5:3,5 Sätzen gegen den Tagesbesten Sebastian Dieterich (591, 202 abgeräumt) die Zähne aus. Beim Stand von 1:1/-2 gingen die Mittelpaarungen auf die Bahnen. Doch da änderte sich ergebnistechnisch nichts, denn beide Duelle egalisierten sich zu 100 Prozent. In einem guten Duell setzte sich Fabian Dregelies (576) mit fünf Holz gegen Dominic Braun (571) durch und auf den anderen Bahnen unterlag Markus-Oliver Werner (528) eben um diese fünf Kegel gegen Sven Schubert (533). Jetzt kam es auf die Schlussleute an und da hatten die Steiger die besseren Karten. Etwas Glück hatte Jonas Dregelies (508), dass sein Gegner Ulrich Hümpfner (484) nie so richtig ins Spiel kam und er seinen Punkt mit 3:1 Sätzen und 24 Holz gewinnen konnte. Den Sack endgültig zu machte der beste Bindlacher Klaus Dippmar (582, 219 geräumt), der Wolfgang Sturm (551) mit 4:0 Sätzen klar auf Distanz hielt.
Landesliga Nord, Herren
DT Grafenrheinfeld 1 – Schützengilde Bayreuth 1
3:5 (3157:3161)
Einen nicht mehr für möglich gehaltenen 5:3 (3161:3157) Last-Minute-Sieg erkämpften sich die Landesligakegler der Schützengilde beim Aufsteiger DT Grafenrheinfeld. Auf den schweren Bahnen lagen die Bayreuther vor dem allerletzten Satz noch mit 51 Kegel in Rückstand und alles sah nach einer weiteren Auswärtspleite aus. Doch die Schützen wussten die Schwächen der Gastgeber zu nutzen und gewannen tatsächlich 55 Kegel auf 60 Wurf. Vier Holz mehr im Gesamtergebnis brachten die entscheidenden zwei Bonuspunkte zum 5:3 Sieg. Es begann recht durchwachsen für die Gäste, denn Lars Bocklisch (506) musste nach gutem Start seinen Gegner Oliver Werner (550, fehlerfrei) noch mit 1:3 Sätzen ziehen lassen. Christian Faßold (526) konnte zwar gegen Florian Werner und ab dem 55. Wurf Leo Weigand (zusammen 506) mit 3:1 kontern, aber ein Rückstand von 24 Kegel blieb. Im Mittelpaar schienen dann die Gastgeber endgültig auf die Siegerstraße einzubiegen, als sie beide Duelle mit 48 Kegeln gewannen. Aaron Giptner (496) nützte der Satzausgleich gegen Fabian Stingl (528) nichts und Thomas Wolfrum (537) brachte eine 2:1 Satzführung gegen Christian Kraus (553) nicht ins Ziel. Beim 1:3/-72 Zwischenstand sprach nicht mehr allzu viel für die Schützengilde. Aber als die Grafenrheinfelder im letzten Satz total einbrachen, nutzten die Bayreuther die Gunst der Stunde. Marc-Andreas Kolb (544) holte sich den letzten Satz mit 150:119 zum 3:1 Erfolg gegen Christian Schneider (501) und Fabian Pape (552) ließ Mario Kraus zum Schluss mit 145:121 zum 4:0 abblitzen.
Berichte: Josef Teufel (Pressewart)