Berichterstattung 14. Spieltag – Saison 2025-2026

Zeitung

1. Bundesliga, Frauen
SSV Warmensteinach – BC Schretzheim
4:4 (3424:3409)

Da sind die Bundesligakeglerinnen des SSV Warmensteinach noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Gegen den Tabellenvorletzten BC Schretzheim drohte lange eine nicht einkalkulierte Heimniederlage, aber zum Schluss rettete der Favorit doch noch ein 4:4 (3424:3409) Unentschieden und bleibt damit auf dem vierten Tabellenplatz. Schon im Startpaar lief nicht alles wie geplant, obwohl Katja Schmidt (614, 225 abgeräumt, fehlerfrei) gegen Christina Grau und ab dem 30. Wurf Lydia Rettig (zusammen 534) mit 3:1 Sätzen eine tadellose Leistung ablieferte. Nina Müller fand dagegen keinen Rhythmus und wurde nach 39 Wurf durch Verena Liers (zusammen 547) ersetzt. Diesen Umstand nutzte ihre Gegnerin Nicole Weitmann-Griesinger mit der Tagesbestleistung und neuer persönlicher Saisonbestmarke von 616 Kegel (231 abgeräumt) aus und egalisierte den großen Vorsprung von Schmidt fast völlig. Dass der SSV noch mit 11 Kegeln Vorsprung ins Mittelfeld gehen konnte war den letzten drei Würfen von Liers geschuldet, als sie drei Naturneuner in Folge spielte. In den Mittelpaarungen setzte sich die Unsicherheit der Warmensteinacherinnen fort. Melanie Steinle kam nicht über 546 Kegel hinaus und musste sich Christina Bischof (560) mit 1:3 geschlagen geben. Auch Celine Kummer (513) blieb unter ihren Möglichkeiten und unterlag Katrin Gulde (530) mit 17 Holz. Beim Stand von 1:3 Mannschaftspunkten und 20 Kegel Rückstand drohte tatsächlich eine Heimniederlage. Als im besten Duell des Tages Saskia Gubitz (602, 214 abgeräumt, fehlerfrei) mit weiteren 12 Kegeln gegen Marion Frey (613, 223 abgeräumt) verlor, sprach alles für einen Gästesieg. Aber in dieser schwierigen Situation zeigte Saskia Demel ihre Klasse, als sie ihr Duell mit 3:1 Sätzen und starken 602 Kegeln (210 abgeräumt) gegen Natascha Heinle (556) gewann und dabei noch die entscheidenden 46 Kegel für das bessere Gesamtergebnis holte, was zum Remis führte.

 

2. Bundesliga Mitte, Frauen
Schützengilde Bayreuth – KSC 73 Mörfelden
5:3 (3109:3021)

Die Zweitligakeglerinnen der Schützengilde eilen von Sieg zu Sieg. Auch gegen Angstgegner KSC 73 Mörfelden gelang ein 5:3 (3109:3021) Heimsieg, – der fünfte in Folge – der ein ausgeglichenes Punktekonto (14:14) und den sechsten Tabellenplatz einbrachte. Allerdings mussten die Bayreutherinnen zunächst einen Fehlstart verkraften, den das Mittelfeld aber postwendend nicht nur ausglich, sondern in eine klare Führung umwandelte. Der dritte Mannschaftspunkt im Schlusspaar reichte dann zum Sieg, da der Vorsprung im Gesamtergebnis nicht gefährdet war. Christina Schmidt (511) verlor zu Beginn um ärgerliche fünf Kegel ihren Mannschaftspunkt an Laura Wenzel (516). Da auch Stefanie Landmann (491) mit 1:3 Sätzen gegen Layla Knebel (511) die Segel streichen musste, war auch der zweite Mannschaftspunkt weg. Aber das Mittelfeld blies zur Aufholjagd. Leonie Richter (525) ließ Lea Birkofer (501) mit 3:1 Sätzen hinter sich und Shania Rießner (536) gestattete Alexandra Berg (458) keinen einzigen Satz. Nun stand es 2:2 nach Mannschaftspunkten mit einem beruhigenden Vorsprung von 77 Holz für Schützengilde. Im Schlusspaar sorgte Verena Lehner (538) mit einem glatten 4:0 gegen Tizia Agricola (506) gleich für den entscheidenden dritten Mannschaftspunkt. Die 1:3 Satzniederlage von Lena Wilferth (508) gegen Samantha Wetzel (529) fiel nicht mehr ins Gewicht, da das um 88 Kegel bessere Gesamtergebnis für die Bayreutherinnen sprach.

 

Landesliga Ost, Frauen
Eremitenhof Bayreuth 1 – Blau Weiß Hofdorf 1
7:1 (3229:3024)

Die Eremitenhofer Keglerinnen bleiben in der Landesliga Ost dem Spitzenreiter SC Luhe-Wildenau weiter auf den Fersen. Auch Blau Weiß Hofdorf 1 stellte den Tabellenzweiten vor keine Probleme. Mit 7:1 (3229:3024) zeigten die Bayreutherinnen ein gutes Spiel und gewannen völlig verdient. Nur zu Beginn konnten die Gäste einigermaßen mithalten. Am Start gewann zwar Daniela Rieß (540) mit 3,5:0,5 Sätzen gegen Angelika Sturm (520) ihren Mannschaftspunkt sicher, aber auf den anderen Bahnen unterlag Sophia Künneth (510) mit 26 Holz gegen Gerlinde Fürst (536). Beim Stand von 1:1 Mannschaftspunkten und 6 Kegeln Rückstand ging das Mittelfeld ins Rennen. Und hier stellte Eremitenhof schon die Weichen auf Sieg. Die Tagesbeste Erika Vecseri (582, 216 abgeräumt) nahm Karolina Mitterdorfer (547) den Mannschaftspunkt und 35 Holz ab und Marie Endres (514) hatte Eva Reith (508) mit 3:1 im Griff. Jetzt führten die Gastgeberinnen schon 3:1 mit 35 Holz Vorsprung. Das überzeugende Schlusspaar baute die Führung noch zu einem Kantersieg aus, da kein Satz mehr verloren ging. Theresa Friedl (531) verbuchte gegen Manuela Doblinger alleine schon 99 Holz und die gute Daniela Dietel (552) ließ Claudia Dietlmeier (481) keine Chance.

 

Landesliga Ost, Frauen
GH Altenstadt/Voh 1 – SKC Steig Bindlach 1
5:3 (3043:3019)

Nach einer unnötigen 5:3 (3043:3019) Niederlage beim Tabellenletzten GH Altenstadt/Voh 1 traten die Bindlacherinnen in der Landesliga Ost die Heimreise an. Trotz der Pleite bleibt der vierte Tabellenplatz (13:11 Punkte) erhalten, allerdings nur noch um zwei mehr erzielter Mannschaftspunkte vor dem TV Eibach 2. Bettina Stahlmann (539) kam gut in die Partie und bezwang Angelina Ulrich (519) mit 3:1 Sätzen. Auf den Nachbarbahnen gelang aber Inga Raps (494) nur ein Satzgewinn gegen Michaela Larsen (531), was einen Rückstand von 17 Kegel einbrachte. Im Mittelfeld holte dann Susanne Helger (474) mit etwas Glück ihren Mannschaftspunkt durch einen 2,5:1,5 Satzsieg gegen Birgit Schmauss (475), aber Daniela Petzold nutzte gegen Paula Busch (466) ihre Möglichkeiten nicht und unterlag mit 15 Holz. Beim Stand von 2:2 nach Mannschaftspunkten und lediglich 33 Holz Rückstand war für beide Teams noch alles drin. Im Schlusspaar kam dann nochmals Hoffnung auf, als Ellen Grafberger (516) gegen Angela Brunner-Hilburger (483) den dritten Mannschaftspunkt gewann und das Gesamtergebnis ausglich. Aber im besten Tagesduell musste sich Tatjana König (545) mit 1:3 Sätzen gegen Sabine Marx (569) geschlagen geben und verlor die entscheidenden 24 Kegel für das höhere Gesamtergebnis.

 

Landesliga Nord, Frauen  
SKC Adler Eichenhüll 1 – SKC 67 Eggolsheim 2
8:0 (3326:3101)

Die Landesligakeglerinnen des SKC Adler Eichenhüll bleiben in der Erfolgsspur. Im Heimspiel gegen den SKC 67 Eggolsheim 2 gelang ein 8:0 (3326:3101) Kantersieg und die Revanche für die Vorrundenniederlage. Damit verteidigten sie ihren dritten Tabellenplatz, bleiben zuhause ungeschlagen und stellten mit 3326 Kegel einen neuen Bahn- und Clubrekord auf. Die Überlegenheit von Eichenhüll zeigte sich in allen Belangen (17:7 Sätze, 2253:2164 Volle, 1073:937 Abräumen). Das starke Startpaar sorgte gleich für klare Verhältnisse. Ingrid Freitag hatte mit der sehr guten Tagesbestleistung von 574 Kegel gegen Sandra Helmreich (522) keine Probleme und siegte mit 3:1 Sätzen. Auf den anderen Bahnen zog die gute Selina Schmitt (567) mit und behielt gegen Heike Schlund (522) ebenfalls mit 3:1 die Oberhand. 2:0 Mannschaftspunkte und satte 97 Kegel Vorsprung war die erste Bilanz des Spieles. Im Mittelfeld verlief die Begegnung weiterhin optimal für die Eichenhüllerinnen. Mit weiteren 3:1 Satzerfolgen dominierten Kathrin Hübner (557) gegen Silvia Bessler (544) und Sandra Schmitt (541) gegen Ortrud Will (502). Beim zweiten Zwischenstand von 4:0 Mannschaftspunkten und 149 Holz war das Spiel für die Adler entschieden. Formstark agierte auch das Schlusspaar der Gastgeberinnen weiter. Pia Göhl (532) blieb gegen Helga Friede und ab dem 87. Wurf Simone Schramm (zusammen 508) ohne Satzverlust und Silke Hübner (555) hatte trotz des Satzausgleiches keine Probleme, um sich gegen Theresa Schlund (503) den letzten Mannschaftspunkt zu sichern.

 

Bayernliga Nord, Herren
Fortuna Neukirchen 1 – SKC Adler Eichenhüll 1
3:5 (3392:3413)

Endlich konnte Eichenhüll in der Bayernliga die ersten Auswärtspunkte gewinnen. Im Spiel um Platz acht landeten die Adler einen knappen, aber insgesamt gesehen verdienten 5:3 (3392:3413) Sieg bei Fortuna Neukirchen. Damit stellten sie den Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld her und setzten ein wichtiges Zeichen im Kampf um den Klassenerhalt. In der ersten Spielhälfte lief alles nach Wunsch für die Gäste. Eine 2:0 Punkteführung mit 61 Kegel Vorsprung nach dem Startpaar folgte eine Punkteteilung im Mittelfeld. Aber im Schlusspaar schien die 3:1 Führung und der Vorsprung von 67 Holz nicht zu reichen. Erst die erfolgreiche Einwechslung von Altmeister Elmar Löhrlein half entscheidend mit, das bessere Gesamtergebnis für Eichenhüll zu sichern. Zum Auftakt gelang Lukas Roßmerkel (544) im letzten Durchgang der 2:2 Satzausgleich und mit hauchdünnen drei Kegeln der Gewinn des Mannschaftspunktes gegen Tobias Klingl (541, fehlerfrei). Weniger spannend gestaltete der Tagesbeste Markus Hübner sein Spiel. Mit starken 611 Kegel (211 abgeräumt) und 4:0 Sätzen ließ er Klaus Lösel (553) keine Chance. Im Mittelfeld gab es dann zwei enge Duelle, die sich in Summe nahezu ausglichen. Bastian Landmann (579, 211 abgeräumt) sicherte sich mit einer letzten starken Bahn (169) den Satzausgleich und mit 12 Holz den Mannschaftspunkt gegen Carsten Bohun (567). Auf den anderen Bahnen umgekehrte Vorzeichen. Hier musste Leon Rennert (568, 202 abgeräumt) im vierten Satz Andreas Meixner (574, fehlerfrei) um sechs Kegel ziehen lassen. In den Schlusspaarungen gerieten die Eichenhüller aber stark unter Druck. Dominik Teufel (584) fand kein Mittel, den besten Neukirchener Uwe Rupprecht (607, 246 abgeräumt) im Zaum zu halten und Niko Gunzelmann hatte nach einem akzeptablen Auftakt (133) im zweiten Satz einen Totalaussetzter. Er wurde ab dem 55. Wurf von Elmar Löhrlein (beide 527) ersetzt, aber da war der Vorsprung schon bis auf 10 Holz zusammengeschrumpft. Als Teufel auch seinen dritten Satz nicht gewinnen konnte (142:165) und Löhrlein mit seinem ersten Satzgewinn lediglich 10 Kegel gutschrieb, lagen die Gastgeber plötzlich mit 13 Holz vorne. Doch im allerletzten Satz gelang den Adlern die Wende von der Wende. Beide gewannen ihren Satz und Löhrlein (142:124) holte gegen Markus Luber (550) die wohl entscheidenden Holz für die zwei Bonuspunkte für das bessere Gesamtergebnis.

 

Landesliga Nord, Herren
SpG Werntal 1 – SKC Steig Bindlach 1
3:5 (3280:3297)

Einen wichtigen Auswärtserfolg konnten die Landesligakegler des SKC Steig Bindlach bei der SpG Werntal 1 erzielen. Nach einem bösen Fehlstart kamen die Gäste zurück ins Spiel und gewannen nach einer dramatischen Schlussphase noch mit 5:3 (3297:3280). Damit bleiben sie am unteren Tabellenmittelfeld dran und positionieren sich mit drei Punkten vor der Gefahrenzone auf Platz sieben. Nach dem Startpaar hätte kaum jemand mehr auf einen Erfolg der Gäste gesetzt. Joachim Fischer (500) sah mit 1:3 gegen den besten Werntaler Michael Kuhles (578, 200 abgeräumt) kein Land und Achim Jahreis (556) verspielte im letzten Durchgang (131:148) gegen Bastian Greif (568) noch eine 2:0 Satzführung. 0:2 und 90 Kegel Rückstand lautete das ernüchternde erste Zwischenergebnis. Dazu passte, dass sich im Mittelfeld Markus-Oliver Werner (544) mit einem schwachen letzten Durchgang (110:134) noch von Maximilian Greif (553) mit 2,5:1,5 überraschen ließ. Aber auf den anderen Bahnen setzte der gute Jonas Dregelies (572, 216 abgeräumt, fehlerfrei) ein erstes Ausrufungszeichen der Steiger, als er Ludwig Mai (530) mit 4:0 abfertigte. Mit 1:3 Mannschaftspunkten und 57 Holz Rückstand hatten die Steiger immer noch eine kleine Chance auf einen Erfolg. Und diese nutzen die Bindlacher tatsächlich. Mathias Deinlein (543, 205 abgeräumt) kämpfte mit sich selbst und seinem Gegner Frank Geyer (531) und holte mit 3:1 Sätzen den zweiten Mannschaftspunkt. Auf den anderen Bahnen steigerte sich der Tagesbeste Klaus Dippmar (582) von Satz zu Satz und gewann gegen Andreas Ruhl und ab dem 50. Wurf Andy Schreiber (zusammen 520) den dritten Mannschaftspunkt und das bessere Gesamtergebnis zum nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg.

 

Landesliga Nord, Herren
Schützengilde Bayreuth 1 – SKC Fölschnitz 1
2:6 (3307:3348)

Eine böse Überraschung bereitete der SKC Fölschnitz den Landesligakeglern der Schützengilde. Durch die unerwartete 2:6 (3307:3348) Niederlage verloren die Bayreuther ihren Heimnimbus, bleiben aber weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz. Nur nach dem Startpaar lagen die Gastgeber mit 26 Kegel vorne, dann übernahmen die Fölschnitzer die Führung und ließen sich auch nicht durch die Tagesbestleistung von Fabian Pape beeindrucken. Eventuell spielten die deutlichen Vorteile der Gäste im Spiel in die Vollen (2214:2147) eine entscheidende Rolle für den Sieg. Zunächst holte Christian Faßold (575) mit 3:1 Sätzen sicher seinen Punkt gegen Sebastian Hohlweg (541). Daneben musste zwar Lars Bocklisch (517) gegen Steve Paulus (525) eine 1:3 Satzniederlage akzeptieren, aber der Verlust von lediglich acht Kegel hielt sich in Grenzen. Im Mittelfeld zogen aber dann die Gäste auf 3:1 und 39 Kegel davon. Aaron Giptner (485) hatte gegen Ingo Wolfgramm (519) mit 1:3 Sätzen das Nachsehen und Thomas Wolfrum (547) gelang gegen Oliver Riediger (578) gar nur ein halber Satzpunkt. In den Schlusspaarungen ergaben sich hochklassige Duelle. Der Tagesbeste Fabian Pape (611, 222 abgeräumt) gewann gegen Sven Stich (585, 202 abgeräumt, fehlerfrei) zwar mit 3:1 den zweiten Mannschaftspunkt und brachte sein Team bis auf 13 Holz wieder heran. Aber auf den anderen Bahnen egalisierte der beste Föschnitzer Andreas Haberstumpf (600, 219 abgeräumt, fehlerfrei) postwenden gegen Marc-Andreas Kolb (572, 214 abgeräumt) diesen Vorteil und machte den Sack für sein Team zu.

Berichte: Josef Teufel (Pressewart)

About The Author