KV Bayreuth mit zwei Titeln bei den Deutschen Meisterschaften
Was für ein unglaublicher Erfolg für die Bayreuther Sportkeglerinnen. Bei den Deutschen Meisterschaften in München holte sich Saskia Gubitz den Titel in der Altersklasse U23 und bei den Frauen gelang das Kunststück Katja Schmidt, beide vom SSV Warmensteinach. Gubitz hatte zuletzt bei den Weltmeisterschaften in Schwaz (Österreich) mit Silber im Sprint und Bronze im Tandem schon für Furore gesorgt und setzte nun mit dem Titelgewinn ihrer bisher erfolgreichsten Sportsaison die Krone auf. Völlig überraschend auch der Triumpf von Schmidt, die sich im Verlauf des Turniers stetig steigte, um im dramatischen Finale mit ihrer Turnierbestleistung Gold zu gewinnen. In der Qualifikation lag sie noch mit 600 Kegeln (211 abgeräumt, fehlerfrei) auf einem mittelmäßigen 8. Rang, drei Plätze hinter ihrer Mannschaftskollegin Nina Müller (605, 205 abgeräumt). Doch während Müller im anschließenden Viertelfinale mit 1:3 Sätzen und 569 Kegel ausschied, zog Schmidt nach 2:2 Satzausgleich durch das deutlich bessere Gesamtergebnis (605:570) ins tags darauf stattfindende Halbfinale ein. Und auch hier ging es wieder sehr spannend zu. Letztlich hatte Schmidt die besseren Nerven und sicherte sich nach 2:2 Sätzen mit 608:596 Kegel den Finaleinzug. Vier Finalistinnen spielten in vier Sätzen den Titel aus. Schmidt startete mit 161 Kegeln, was aber nur 2 Punkte einbrachte. Die Steigerung auf 173 im 2. Satz bedeuteten drei Punkte, was sie im Spiel hielt. Weitere drei Punkte im 3. Satz (153) ließen mit insgesamt acht Punkten im letzten Satz alle Möglichkeiten offen, da nur Alexandra Werchner (DKC Alt-Heidelberg) mit insgesamt neun Punkten einen Zähler Vorsprung hatte. Allerdings wollte Melanie Helbach (TSV Schott Mainz) mit ebenfalls acht Punkten auch noch ein Wörtchen um die Titelvergabe mitreden. Im dramatischen Schlussdurchgang hatte Schmidt dann auch das nötige Glück, spielte mit 156 Kegeln die beste Bahn und gewann mit insgesamt 12 Punkten und 644 Kegeln Gold vor Helbach (11 Pkt., 630) und Werchner (10, 649).
Bei der U23 weiblich hatte der KV Bayreuth mit Theresa Friedl (Eremitenhof Bayreuth) und den beiden Warmensteinacherinnen Celine Kummer und Saskia Gubitz gleich drei Eisen im Feuer, die auch alle die Qualifikation überstanden. Allerdings war für Friedl, die mit 576 Kegel und dem letzten Qualiplatz gerade noch ins Viertelfinale gerutscht war, durch eine 1:3 Satzniederlage (553 Kegel) gegen die Titelverteidigerin und Qualisiegerin Fiona Karl (TSV Fortschritt Mittweida) schon wieder Schluss. Mehr Glück hatte da Kummer, die nach dem 7. Platz in der Vorrunde (599, 222 abgeräumt) knapp mit 2:2 Sätzen und 595:589 Kegeln ins Halbfinale einzog, was auch Gubitz mit einem klaren 3:1 Erfolg (577) gelang (Vorrunde 8. Platz mit 599, 214). Leider erwischte es Kummer in der Vorschlussrunde, als sie gegen die Nationalspielerin Paula Straub (Erlangen-Bruck) glatt mit 0:4 und 560:614 Kegeln unterlag. Gubitz löste dagegen die knifflige Aufgabe gegen die Titelverteidigerin Karl mit 3:1 Sätzen (640:601) recht souverän und stand im Finale. Auch hier kämpften wieder vier Finalteilnehmerinnen über vier Sätzen um den Titel. Gubitz startete stark und gewann die beiden ersten Sätze (158, 164), was acht Punkte einbrachte. Entschieden war aber noch nichts, denn im 3. Satz gab es für 153 Kegel nur zwei Punkte, und Straub kam bis auf einen Punkt heran. Im spannenden Finaldurchgang wehrte aber Gubitz den energischen Angriff von Straub mit 166:159 Kegeln erfolgreich ab, sicherte sich mit der besten Schlussbahn wieder vier Punkte, was mit insgesamt 14 und 641 Holz den Titel bedeutete. Silber blieb für Paula Straub (12 Pkt., 634) und Bronze ging an Sophie Fuhrmann (7, 600).
Bericht: Josef Teufel (Pressewart)