Felix Schmidt bei Europameisterschaften im Medaillen- und Rekordrausch
Der Nachwuchskegler Felix Schmidt war der dominierende Kegler bei den U15-Europameisterschaften in Schwaz (Österreich). Mit zwei Gold- und einer Silbermedaille sowie zwei Weltrekorden kegelte sich das Ausnahmetalent in einen wahren Rausch. Schon bei seinem ersten Einsatz, dem Paarkampf, gewann er zusammen mit Maximilian Strauß, wie im Vorjahr in Székesfehérvár (Ungarn), die Silbermedaille. Dabei startete er im ersten Durchgang noch verhalten, steigerte sich doch in den Folgesätzen enorm und kam auf hervorragende 618 Kegel (222 abgeräumt). Sein Mitstreiter Strauß wartete gar mit neuer persönlicher Bestleistung von 620 Kegel (204 abgeräumt) auf, was die zwischenzeitliche Führung mit einem neuen Paar-Weltrekord von 1238 Holz bedeutete. Doch die neue Bestmarke hatte nicht lange Bestand, denn im Anschluss zog das tschechische Duo mit 1245 Kegeln noch knapp an den Deutschen vorbei und schnappte sich den EM-Titel und den neuen Rekord. Bronze sicherte sich die Slowakei (1201) vor Rumänien (1187). Nach dem frühen Aus im Tandem Mixed stand dann mit den Einzelmeisterschaften der Höhepunkt des Turniers an. Und da war Felix nicht mehr zu halten. Nach 149 Kegel zu Beginn steigerte er sich über starke 167 weiter auf sagenhafte 182 Kegel im dritten Durchgang. Längst hatte er die Konkurrenz abgehängt und finishte mit 157 Holz zur Goldmedaille mit neuem Weltrekord von famosen 655 Kegel (245 abgeräumt). Silber und Bronze gingen an Benicky Martin (605, Slowakei) und David Waldhauser (600, Österreich). Durch diese Ausnahmeleistung holte sich Schmidt aber auch noch unangefochten den Titel in der Kombinationswertung (Paarwettkampf und Einzel). Mit insgesamt 1273 Kegel (618 und 655) gewann er nicht nur sein zweites Gold, sondern stellte auch noch seinen zweiten Weltrekord auf. Auf den Plätzen folgten Benicky Martin (1209, Slowakei) und Buliarca Robert (1198, Rumänien). Sein Paarkampfpartner Maximilian Strauss (1196) verpasste um zwei Kegel ganz knapp Bronze und landete auf den vierten Rang.
Bericht: Josef Teufel (Pressewart)