13. Oktober 2026
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1. Bundesliga, Frauen
MSV Bautzen 04 – SSV Warmensteinach
5:3 (3392:3350)

Die Warnungen von Mannschaftsführerin Katja Schmidt waren nicht aus der Luft gegriffen, denn Bundesligist SSV Warmensteinach unterlag tatsächlich beim MSV Bautzen 04 mit 3:5 (3350:3392). Außer der Tagesbesten Saskia Gubitz fand keine Warmensteinacherin eine richtige Einstellung zu den Bahnen, was sich vor allem beim enttäuschenden Abräumergebnis (1091:1201) widerspiegelte. Trotzdem schien nach dem 2. Satz des Schlusspaares noch eine Wende zugunsten des SSV möglich, als der Rückstand von 66 Kegel bis auf 18 aufgeholt worden war. Aber der MSV kam zurück und brachte einen Vorsprung von 42 Kegel über die Ziellinie. Die Partie begann denkbar ungünstig für die Gäste, denn Nina Müller stand völlig neben sich und wurde schon nach 30 Wurf gegen Celine Kummer (zusammen 497) ausgewechselt. Diesen Lapsus nutzte Vicky Herold (571, 209 abgeräumt) aus und schrieb mit 3:1 Sätzen gleich 74 Kegel gut. Zeitgleich konnte Katja Schmidt (587) den totalen Fehlstart mit einem 3:1 Satzsieg gegen Sophie Schulze (554) vermeiden. Beim Stand von 1:1/-41 musste das Mittelpaar nun liefern. Selina Thiem (566, 209 abgeräumt, fehlerfrei) sicherte sich mit einem guten vierten Satz das 3:1 zum Mannschaftspunkt mit 16 Kegeln plus gegen Stefanie Engelmann (566), aber Verena Liers (535) verlor gegen Sophia Surm (576, 201 abgeräumt) ohne Satzgewinn wieder wichtige 46 Holz. Trotzdem war beim Stand von 2:2 und 66 Kegel Rückstand noch nichts verloren. Im Schlusspaar begann Saskia Gubitz famos und gewann die beiden ersten Sätze überlegen (326:286). Danach musste sie allerdings den Satzausgleich hinnehmen, gewann aber mit 46 Kegel Vorsprung den wichtigen dritten Mannschaftspunkt und setzte mit starken 616 Kegeln (232 abgeräumt) die Tagesbestleistung. Auf den Nachbarbahnen startete Saskia Demel gut, aber ein schwacher dritter Durchgang kostete ihr den möglichen Punktgewinn, der wenigstens noch ein Unentschieden eingebracht hätte. So unterlag sie nach 2:2 Sätzen mit 549:571 Kegel gegen Laura Scholz.

2. Bundesliga Mitte, Frauen
Schützengilde Bayreuth – ESV Pirmasens
5:3 (3289:3271)

Die Zweitligapartie der Schützengilde Bayreuth gegen den ESV Pirmasens war nichts für schwache Nerven. Erst auf den letzten Kugeln rissen die Bayreutherinnen den Sieg an sich, als vor allem Shania Rießner mit zwei Neunern auf dem 115. und 119. Wurf entscheidend zuschlug. Dabei sah es nach dem Startpaar mit einer 2:0/+96 Führung nach einer einseitigen Partie aus. Aber der ESV konterte im Mittelpaar zum 2:2 und holte bis auf 36 Kegel alles wieder auf. Nach dem ersten Satz der Schlusspaare lagen die Gäste dann sogar knapp in Front. Fortan wechselte die Führung hin und her, ehe Verena Lehner (136:128) und vor allem Shania Rießner (168:145) mit einem Endspurt im letzten Satz den Sieg erzwangen. Die Partie begann mit einem Paukenschlag, denn Anne-Cathrin Haberstumpf spielte wie aus einem Guss und erzielte mit überragenden 605 Kegel (233 abgeräumt, fehlerfrei) nicht nur eine neue persönliche Heimbestleistung, sondern auch den Tagesbestwert. Ihre Gegnerin Gudrun Weber (520) blieb ohne Satzgewinn. Auf den Nachbarbahnen hatte Theresa Friedl (530) mehr Mühe, doch am Ende holte sie sich mit 11 Holz den Mannschaftspunkt gegen Alisa Rennig (519). In den Mittelpaarungen kam dann der Konter der Pirmasenserinnen. Dabei hatte Leonie Richter (529) gegen Marie-Luise Schmitt (567, 207 abgeräumt) ebenso mit 1:3 Sätzen das Nachsehen wie Lena Wilferth (549) gegen Luisa-Marie Lang (571). Alles war wieder offen, der schöne Vorsprung der Schützengilde war dahin. Im dramatischen Finale verlor zwar Verena Lehner (513) gegen Lena Jahreiß (547) mit 34 Kegel, aber die gute Shania Rießner (563) hielt Melanie Wetzel (547) mit 16 Kegeln auf Abstand, sicherte sich den dritten Mannschaftspunkt und den Sieg über das bessere Gesamtergebnis.

    Landesliga Mitte, Frauen
    SKC Steig Bindlach 1 – SKK Neukirchen HB 1
    3:5 (3031:3052)

    Die Frauen des SKC Steig Bindlach kassierten in der Landesliga Mitte gegen den SKK Neukirchen HB mit 3:5 (3031:3052) ihre erste Heimniederlage. Dabei lief man über die ganze Partie hinweg erfolglos den Rückstand aus dem Startpaar hinterher. Letztlich fehlten 22 Kegel zum Sieg oder drei Holz aus einem Einzelduell zum Unentschieden. Der Auftakt verlief für die Steiger sehr unglücklich, denn Ellen Grafberger wurde ab dem 71. Wurf verletzungsbedingt durch Inga Raps (zusammen 460) ersetzt. Sehr ärgerlich war, dass der wichtige Mannschaftspunkt gegen Michaela Schindlatz (462) um ganze drei Kegel verloren wurde. Auch auf den anderen Bahnen fand auf Bindlacher Seite eine Auswechslung statt. Ab dem 90. Wurf kam Susanne Helger für Sophia Künneth (zusammen 458) ins Spiel. Die Neukirchenerin Melanie Zisterer (521, 204 abgeräumt) nutze die Situation zu einem ungefährdeten 4:0 Satzsieg. Danach gelang es den Mittelpaarungen, den 0:2/-65 Rückstand bis auf 23 Kegel wieder aufzuholen. Dabei setzte sich Carina Tietzsch (504) knapp mit sieben Holz gegen Nicole Meindl (497) durch und die gute Tatjana König (553) gestattete Eva Dimpfl (518) keinen Satzpunkt. In den Schlusspaarungen gelang dann zwar Daniela Rieß (530) mit einem 3:1 gegen Stefanie Kaiser-Baumer der dritte Mannschaftspunkt, aber Bettina Stahlmann (526) musste Annalena Graßl (559) mit 3:1 Sätzen und 33 Kegeln ziehen lassen.

    Landesliga Nord, Frauen
    SKC 67 Eggolsheim 2 – SKC Adler Eichenhüll 1
    4:4 (3198:3089)

    Die Eichenhüllerinnen entführten beim SKC 67 Eggolsheim 2 mit 4:4 (3198:3089) glücklich einen Punkt. Obwohl die Gäste mit 109 Kegeln im Gesamtergebnis das Nachsehen hatten, gelang ihnen mit 12,5:11,5 Satzpunkten der Gewinn von vier Duellen. Zu Beginn blieb Selina Schmidt (528) mit 1:3 Sätzen erfolglos gegen Ortrud Will (548). Zeitgleich setzte sich aber Ingrid Freitag (485) mit 3:1 gegen das Duo Heike Schlund und Elke Voran (zusammen 492) durch. Wie im Startpaar gab es auch im Mittelfeld ein 1:1 nach Mannschaftspunkten. Sandra Schmitt (523) gewann mit 3:1 gegen Hanna Bär (511) und Michaela Mager (457) verlor mit 1:3 Sätzen gegen die Tagesbeste Sandra Helmreich (564). Nach Mannschaftpunkten stand es vor dem Finale zwar 2:2, aber der Rückstand im Gesamtergebnis war auf uneinholbare 122 Kegel angewachsen. Für das Eichenhüller Schlusspaar war realistisch nur noch ein Unentschieden möglich, doch dazu mussten beide Duelle gewonnen werden. Pia Göhl (547) sicherte sich schon im 3. Satz mit 2,5 Punkten ihren Mannschaftspunkt gegen Silvia Bessler (539). Deutlich spannender machte es die beste Eichenhüllerin, Kathrin Hübner (549), die erst im letzten Durchgang zum Satzausgleich kam (149:132) und damit noch um fünf Kegel an ihrer Gegnerin Simone Schramm (544) zum Punktgewinn vorbeizog.

    Bayernliga Nord, Herren
    SKC Adler Eichenhüll 1 – TSV Eintracht Bamberg 1
    7:1 (3662:3471)

    Eichenhüller Adler in Rekordlaune
    Der SKC Adler Eichenhüll holte sich nach dem Auswärtserfolg in Karlstadt im zweiten Heimspiel auch zuhause die ersten Bayernligapunkte und glich damit sein Punktekonto aus. Mit neuem Club- und Bahnrekord von überragenden 3662 Kegel hatte Aufsteiger TSV Eintracht Bamberg (3471) beim 7:1 keine Chance. Dabei setzte der Tagesbeste Niko Gunzelmann mit neuer persönlicher Bestleistung von fantastischen 652 Kegel (245 abgeräumt) und neuem Einzelrekord auf Bahn 1 (184, 71 abgeräumt, fehlerfrei) dem Spiel seinen Stempel auf. Am Anfang wehrte sich Ersatzmann Edgar Göhl (565) heftig gegen Michael Schumm (583), musste sich aber dennoch mit 1:3 Sätzen geschlagen geben. Besser machte es auf den Nachbarbahnen der gute Lukas Roßmerkel (603), der seinem Gegner Marco Edelmann (545) keinen Satzpunkt gestattete. Beim Stand von 1:1/+40 ging es in die Mittelpaarungen. Und da legten die starken Eichenhüller den Grundstein zum Sieg. Bastian Landmann gewann sein hochklassiges Duell gegen Uwe Reinfelder (598, 220 abgeräumt) noch deutlich mit unwiderstehlichen 634 Kegel (210 abgeräumt) und 3:1 Sätzen und zeitgleich behielt Senior Elmar Löhrlein (599) gegen Gerhard Ditterich (584) mit 15 Holz die Nerven. Die Eichenhüller Führung war somit auf vorentscheidende 3:1/+91 angewachsen. Aber die Schlusskegler des Adlers legten einen Fehlstart hin, denn beide verloren ihren ersten Satz und der Vorsprung schmolz auf 65 Kegel. Das war allerdings nur eine kurze Schrecksekunde, denn fortan gaben Dominik Teufel (609, 221 abgeräumt) gegen Florian Karl (554) und Niko Gunzelmann (652) gegen Dominik Zimmer (607, 216 abgeräumt) keinen Satz mehr ab und boten Kegelsport vom Feinsten. Allein im letzten Satz kegelten beide mit 351 Kegel ein absolutes Spitzenergebnis.

    Landesliga Nord, Herren
    SpG Bad Neustadt Saale 1 – SpG Morenden-Heinersreuth 1
    5:3 (3326:3199)

    Landesligaaufsteiger SpG Morenden-Heinersreuth blieb auch im zweiten Auswärtsspiel ohne Punkteausbeute und unterlag bei der SpG Bad Neustadt Saale mit 3:5 (3199:3326). Zwar konnten drei Duelle gewonnen werden, aber das deutlich bessere Gesamtergebnis brachte den Gastgebern den Sieg. Da die Bayreuther in allen Belangen das Nachsehen hatten (10:14 Sätze, 998:1072 im Abräumen und 2201:2254 in die Vollen) ist die Niederlage letztlich verdient. Im Startpaar setzte sich Stefan Landmann (552) knapp mit 6 Kegeln gegen Sascha Kugler (546) durch und sicherte den ersten Mannschaftspunkt für sein Team. Zeitgleich verlor aber Timo Welzel (521) glatt mit 0:4 Sätzen gegen Daniel Dieterich (562), was einen Rückstand von 35 Kegel bedeutete. In den Mittelpaarungen gab es dann einen ähnlichen Verlauf. Der gute Marco Schubert (566, 204 abgeräumt) setzte sich mit 3:1 gegen das Duo Ulrich Hümpfner und Christopher Behr (zusammen 552) durch, aber Kevin Landmann und ab dem 90. Wurf Stefan Kullmann (zusammen 476) kamen gegen Sven Schubert (572) mit 0:4 ordentlich unter die Räder. Zwar stand es nach Mannschaftspunkten 2:2, aber der Rückstand von 117 Kegel trübten die Aussichten auf einen Auswärtserfolg doch sehr. Zum Schluss sorgte Michael Prill (549, fehlerfrei) zwar für den dritten Mannschaftspunkt, als er Manuel Büttner (539) mit 3:1 Sätzen bezwang, aber René Ott (535) konnte sich gegen Wolfgang Sturm (555) nicht durchsetzen, um wenigstens ein Unentschieden zu holen und unterlag mit 20 Holz.

    Landesliga Nord, Herren
    Schützengilde Bayreuth 1 – SKC Fölschnitz 1
    2:6 (3267:3355)

    Eine Überraschung erlebte die Schützengilde in der Landesliga Nord, denn mit 2:6 (3267:3355) musste man bereits im zweiten Heimspiel die erste Niederlage gegen den starken SKC Fölschnitz hinnehmen. Die Gäste warteten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung auf und gestatteten den Bayreuthern nur den knappen Gewinn des ersten und letzten Duells. Durch ein starkes Abräumergebnis (1153:1087) legten sie den Grundstein für das bessere Gesamtergebnis und mit 15:9 Sätzen gewannen sie vier Einzelentscheidungen. Im Startpaar hatte Manuel Reiß (560) das Glück auf seiner Seite, als er Sebastian Hohlweg (555) um fünf Kegel den Mannschaftspunkt wegschnappte. Auf den anderen Bahnen konterten aber die Gäste mit einem 3:1 Satzsieg durch Dominik Wilferth (562) gegen Thomas Wolfrum (533). Beim Stand von 1:1/-24 ging es in die Mittelpaarungen. Und da konnte Fölschnitz mit dem Gewinn beider Duelle schon vorentscheidend punkten. Sowohl Aaron Giptner (540) gegen Steve Paulus (569, 212 abgeräumt) als auch Christian Faßold (513) gegen Oliver Riediger (544) unterlagen mit 1:3 Sätzen und gerieten dadurch mit 1:3 Mannschaftspunkten und 84 Kegel in Rückstand. Die letzten Hoffnungen auf eine Bayreuther Wende zerstörte dann Sven Stich (563, 220 abgeräumt), der Fabian Pape (543) mit 20 Holz hinter sich ließ. Für den zweiten Punkt der Schützengilde sorgte der Tagesbeste Marc-Andreas Kolb (578, 203 abgeräumt), der gegen Andreas Haberstumpf (562) mit 16 Kegeln gewann.

    Landesliga Nord, Herren
    TSV Breitengüßbach 2 – SKC Steig Bindlach 1
    8:0 (3564:3270)

    Der SKC Steig Bindlach fing sich in der Landesliga Nord beim TSV Breitengüßbach 2 eine böse 0:8 (3564:3270) Klatsche ein. Das Spiel war schnell entschieden, denn das starke Startpaar des TSV punktete doppelt mit 98 Kegel Vorsprung. Als dann die Steiger die Schwächen im Mittelpaar der Gastgeber nicht nutzen konnten, war die Partie beim Stand von 0:4/-132 schon verloren. Zum Schluss trumpften die Breitengüßbacher nochmals groß auf und machten dabei einen Klassenunterschied deutlich. Zu Beginn stand Joachim Fischer (555) gegen den guten Alexander Scharting (606) auf verlorenem Posten und blieb ohne Satzgewinn. Daneben musste auch Nicolas Kühner (550) Markus Scheel (597, 210 abgeräumt) mit 1:3 Sätzen den Vortritt lassen. Im Mittelfeld verpasste dann Fabian Dregelies (556) um sechs Kegel den Mannschaftspunkt gegen Michael Seuss (562) und für Markus-Oliver Werner (513) wäre gegen Michael Schneider (541) auch mehr drin gewesen, als nur ein Satzpunkt. Zum Schluss waren Simon Rieß (531) gegen den Tagesbesten Justin Moshacke (653, 242 abgeräumt) und Jonas Dregelies (565) gegen Marcel Förster (605) chancenlos und blieben sogar ohne Satzgewinn.

    Berichte: Josef Teufel (Pressewart)

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