3K-Projekt

Die Chronologie:

Der Startschuss unseres 3K-Projekts fiel im Jahr 2014. Der Buchstabe „K“ zieht sich wie ein roter Faden durch das Projekt. Inzwischen sind schon viele K-Worte mit bildungsrelevanten Inhalten behandelt worden. Im einzelnen waren dies:

2014: „Kegeln, Kultur, Kyrill“:

Die Jugendherberge Wunsiedel am Katharinenberg im Fichtelgebirge war die erste Unterkunft. Insgesamt nahmen über 30 junge Menschen an dieser Premiere teil, die alle Teilnehmer so begeisterte, dass es unbedingt ein Nachfolgeprojekt geben musste.

Mit Timo Hoffmann als unseren ersten Experten hätten wir keinen versierteren Referenten im Bereich des Sportkegelns gewinnen können.  Jedes Jahr begleitet er unser gemeinschaftliches Projekt und ließ es sich auch nicht nehmen im Jahr 2018 seinen Urlaub so abzustimmen, dass er auch in Südtirol mit dabei sein konnte. Welche motivationalen Aspekte für einen erfolgreichen Sportler von entscheidender Bedeutung sind, konnte er den Teilnehmern aus seinem persönlichen Erfahrungsschatz heraus mitteilen. Mit den Mottos „Kultur“ und „Kyrill“ standen dann der Besuch auf der Naturbühne Luisenburg Wunsiedel (Theaterpädagogik), ein Durchgang im Felsenlabyrinth (Natur erleben) und die Vorstellung der Meßflächen der Universität Bayreuth am Waldstein (Klimawandel) durch Prof. Thomas Foken und Dr. Wolfgang Babel (Lehrstuhl Meteorologie) auf dem Programm. Aktiv konnten die jungen Teilnehmer beim Aufforsten der durch den Orkan Kyrill zerstörten Waldflächen mithelfen. Bei der Baumpflanzaktion packten dann auch alle tatkräftig mit an.

Denn darin liegt das Besondere des Projekts: Junge Menschen, die einen Sport begeistert betreiben, treffen sich und es entwickeln sich Freundschaften. Gemeinsame Aktivitäten machen Spaß – es findet erfolgreiches Lernen statt, das dann positiv bewertet wird. Teambildende Maßnahmen unterstützen die Kameradschaft und fördern Kompetenzen. Das Selbstbewusstsein wird gestärkt und Bildungspotential kann sich bei jedem Teilnehmer individuell und effektiv entfalten.

 

 

2015: „Kegeln, Kunst, Küche“

Ein besonders heißes Wochenende verbrachten wir in der Jugendstätte Haidenaab. Das „Selbstversorgen“ war dann auch Programm: Die jungen Teilnehmer sollten selbst Käse herstellen und ihr Brot backen. Nach der Theorie ging es dann auch gleich los: Vom Bauernhof nebenan gab es die frische Milch, das Rezept von einem Kräuterweißbrot wurde verteilt und los ging`s. Am Ende gab es einen traumhaft sahnigen Käse mit knusprigen Weißbrot und auch der Kuhfleischbraten mit Kartoffeln und Karotten gelang und wurde mit Appetit gegessen.

„Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen“ – etwas Phantastisches entstand unter der Anleitung von Udo Rödel (Ak-Kunst). Mit Naturmaterialien (Baumstämme und Specksteine) zeigten die Teilnehmer ihre Kreativität. Es wurden neben kleinen Kunstwerken aus Speckstein aus über 2 Meter hohen Baumstämmen ein imposantes Gesamtwerk geschaffen, das im Großen einen Kegelvierpaß mit Zuschauerbank darstellt. Im sportlichen Programm referierte der frisch gekürte Vizeweltmeister Timo Hoffmann mit einem dokumentarischen Rückblick auf die Weltmeisterschaft im Sportkegeln, die im Mai 2015 in Speichersdorf stattfand.

 

2016: „Kegeln, Kontakte, Klettern“

Die Festungsherberge Kronach war der ideale Unterkunftsort für unseren interkulturellen Austausch mit jungen Nachwuchskeglern aus Italien/Südtirol (Mitorganisator: Italienischer Sportkegelverband). Neue Freundschaften und interessante Vorträge zum Thema „Kontakte“ standen auf dem Programm.  Denn: Die neuen Medien bestimmen den Lebensalltag von jungen Menschen. Ein in den letzten Jahren interessantes Thema stellt die Nutzung der neuen Medien und der Umgang mit den sozialen Netzwerke dar. Was passiert eigentlich mit meinen Daten? Kann ich sorglos Fotos und persönliche Informationen per WhatsApp versenden? Diese Fragen wurden von Herrn Fischer-Peterson und seinem Kollegen von der Kriminalpolizei Kronach sowie von Herrn Manuel Bogenreuther, Jurist, aus den einschlägigen Bereichen vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert. Während der Maßnahme wurde zudem die Grundlage für die Erstellung eines 3K-Weblogs geschaffen.

Viele Teamwettbewerbe auf der Kegelbahn (mit Vorgaben von Timo Hoffmann) und in Hof (Kletterpark, Labyrinth) vervollständigten das Programm. Gerne erinnern wir uns an den interkulturellen Tandem-Wettbewerb auf der Kegelbahn in Kronach. Je ein Teilnehmer aus Südtirol und ein Teilnehmer aus Oberfranken bildeten zusammen ein Team. Am Ende eines langen Team-Tages wurden dann die Siegerteams gekürt.

Besonderer Höhepunkt der Woche war nach dem Besuch des Kletterparks das Drachenbootfahren auf dem Untreusee. Taktvorgaben und gemeinsames Agieren – nur so kommt man vorwärts und zum Ziel. Mit zwei großen Drachenbooten wurde zunächst das Taktgeben und gleichmäßiges Paddeln geprobt. Da kam es schon einmal vor, dass die Plätze während der Fahrt getauscht werden mussten. Am Ende gelang es aber dann beiden Teams, der Südtiroler Mannschaft und dem Team aus Oberfranken gegeneinander eine Wettfahrt auszutragen. Ein wirklich großes Teamvergnügen mit spritzigem Ausgang!

 

2017: „Kegeln, Konstante, Kanu“

Die 4. Runde des 3K-Projekts führte uns nach Pottenstein in die Fränkische Schweiz. Mit dem Motto „Konstante“ wurde das Thema Werte und Wertevermittlung behandelt. Diese wichtigen Komponenten spielen im Leben und auch im Verein eine zentrale Rolle. In Theorie und Praxis wurde dieses Thema am Lagerfeuerplatz behandelt. Die gemeinsame Diskussion wurde sehr lebhaft geführt und alle waren sich einig, dass auch der Sportverein mit seinen ehrenamtlichen Jugendbetreuern eine wichtige Rolle im Leben der jungen Teilnehmer spielt.

Mit vielen teambildenden Inhalten wurde das dreitägige Programm gefüllt. Auf der Kegelbahn, beim Nachtparcours oder beim Kanufahren fand erfolgreiches Teamarbeiten statt. Die jungen Teilnehmer nahmen die Zusammenarbeit sehr ernst, so dass am Ende die Freude über gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen bei allen spürbar war.

 

2018: „Kegeln, Kees, Knödel“

Der Gegenbesuch der Projektmaßnahme 2016 führte uns nach Südtirol ins Schnalstal/Ötztaler Alpen. Es erwartete die Teilnehmer eine aufregende Woche mit viel Natur, Geschichte mit Ötzi und sehr viel Bewegung. Die Unterkunft in Kurzras hielt was sie versprach. Sie war der ideale Ort, um alle Mottos erfolgreich umzusetzen. Der Kees = ugs. Gletscher (österr.) liegt nur 10 (Höhen-)Minuten mit der Seilbahn entfernt und eröffnet viele Denkanstöße zum gegenwärtig sehr aktuellen Thema Klimaschutz. Dieses globale Thema wurde bereits nach 2014 zum zweiten Mal ins Programm aufgenommen. Mit einem interessanten Vortrag und einer Gletscherbegehung mit Prof. Kaser wurde die Problematik Klimaschutz und Klimawandel anschaulich behandelt. Und alle Teilnehmer wissen nun, welche Auswirkungen und Dramatik dieses Thema für die zukünftigen Generationen darstellt. An der Universität Bayreuth demonstrierte dies in einem Vortrag der Physiker Harald Lesch am 22.07.2019 anlässlich der Aktion „students for future“.

Beim Motto Knödel wurde es kulinarisch. Gemeinsam wurden Knödel zubereitet und gekocht. Kochen verbindet, das Zubereitete schmeckt lecker und macht zudem noch viel Spaß.

Mit dem Vortrag von Dr. Monika Niederstätter (Mentalpsychologin) wurde in der Theorie, aber auch mit vielen kleinen praktischen Übungen, die mentale Stärke als Thema behandelt. So wurden dann auch die einzelnen Programmteile jeweils unter dem Slogan „Bedrohung oder Herausforderung“ bewertet, wenn es zum Beispiel um die Gletscherbegehung, den Abstieg (1000 Höhenmeter) oder die anderen zahlreichen Aktivitäten während der Maßnahme ging.

Die Kameradschaft stand wiederum im Vordergrund und sie wurde in vielen gemeinsamen Aktivitäten sichtbar umgesetzt: Auf der Kegelbahn, beim Kochen und Essen, auf dem Gletscher, im Naturkundemuseum Archeoparc, bei den zahlreichen Wanderungen sowie den gemeinsamen Spielen am Abend. Nach sieben Tag war das Fazit: Eine traumhafte Woche mit tollen Freunden und mit unvergesslichen Erlebnissen lag hinter uns.

 

2019: „Kegeln, Kloster, Kladde“

Das spannende Programm findet vom 25.-30.8.2019 in Kloster Banz statt. Kontemplation, konzentriertes Schreiben (Storytelling) und viele andere Herausforderungen erwarten uns.

Seid neugierig …!